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Die MFBC-Damen sichern sich den ersten Titel der noch jungen, kaum gestarteten Saison – und das hochverdient!

Das Turnier in der Übersicht

Direkt vom ersten Spiel an, zeigten die Leipzigerinnen, was sie können. Gegen die Französinnen von Les Dahuts du Lac war es ein 24:0-Sieg, bei dem die Damen aus Frankreich nahezu keine einzige Chance hatten, geschweige denn aus ihrer Hälfte herauskamen. Im zweiten Spiel war es ein ähnliches Bild, aber mit anfänglicher Schwächephase, gegen U.C. Face Off aus den Niederlanden. Der MFBC lag sogar kurzzeitig zurück, doch danach drehten sie richtig auf und zeigten keine Blöße. Am Ende war es ein 13:1-Sieg.

Nach zwei Spielen in zwei Tagen gab es für die MFBC-Girls erst einmal einen freien Tag, an dem sie sich Prag anschauen konnten. Doch dann kam schon sehr schnell das dritte Spiel gegen die Damen aus Leganes, die sich am Anfang stark zeigten, wenig zuließen, am Ende aber einbrachen und dem MFBC nichts entgegenzusetzen hatten. Sie mussten sich ohne ein Tor verabschieden, was aber auch an dem Goalie des MFBCs lag, denn Justine Werner hielt ihren Kasten teils spektakulär sauber. Der Endstand lautete folgerichtig 13:0!

Während die ersten drei Spiele relativ einfach waren, wurde das letzte Spiel umso enger und spannender, da die Polinnen als einzige mit dem MFBC mithalten konnten.
Und das zeigte sich auch im Spiel. Der MFBC startete nämlich ziemlich ungünstig in diese Partie: nach nur 3 Minuten und 43 Sekunden lagen sie schon zurück. Der erste Nackenschlag dieses Finals. Dafür bekamen sie aber zwei Minuten später die Möglichkeit zum Ausgleich – ein Bodenspiel von Maria Szymanska sorgte für die schnelle Antwort. Diese konnten die MFBC-Damen nicht nutzen und verloren das erste Drittel mit 0:1!
Doch eine Spielerin wollte sich damit gar nicht abfinden. Linda Schanz, die
17-jährige traf zum Ausgleich und war generell über das ganze Spiel gesehen eine der stärksten Spielerinnen, wenn nicht die Stärkste auf dem Feld! Danach kühlte das Spiel etwas ab, was auch an der Kontrolle der Damen aus Sachsen lag, die nur drei Minuten später zur Führung trafen und danach das Spiel zu ihren Gunsten hielten. Damit gingen die Leipzigerinnen mit einer Führung ins letzte Drittel.

Nun stand das letzte Drittel an, das darüber entscheiden sollte, wer sich für den Champions Cup qualifiziert und sich EuroFloorball-Cup-Siegerinnen nennen darf. Am Ende war es der MFBC, der sich den Titel sichern konnte. Linda Schanz trifft aus der Distanz zum 3:1 Endstand und der MFBC gewinnt damit den größten Titel der Vereinsgeschichte. Nachdem sie im letzten Jahr noch zweiter wurden stehen sie jetzt ganz oben!

Was bedeutet das für den MFBC

Aber was bedeutet das jetzt konkret für den MFBC? Zuerst einmal den größten Titel der Vereinsgeschichte. Nie zuvor gelang es den Damen des MFBC international einen Titel mit nach Hause zu nehmen. Im vergangenen Jahr scheiterten sie an den Norwegerinnen vom SF Grei. Zudem berechtigt der Sieg des Eurofloorball-Cups zur Teilnahme am Champions Cup. Dort wird der MFBC im kommenden Jahr auf Teams aus den Top-4-Nationen treffen, was ihnen die größtmögliche sportliche Herausforderung bietet. Zu Beginn der nächsten Saison wird sich zeigen, wie diese unfassbar starke Leipziger Mannschaft sich gegen die Elite des europäischen Floorballs behaupten kann.

Wie ist der MFBC in der kommenden Saison einzuschätzen?

Das Turnier zeigte vor allem eins – die Damen aus Sachsen sind bereit, wieder einmal unangefochtene Meisterinnen zu werden und dann schon zum dritten Mal in Folge. Und auch alles weist darauf hin, dass die Eurofloorball-Cup-Siegerinnen auch genau das erreichen werden. Ein weiteres Team, das in den letzten Jahren immer knapp dabei war, die ETV Lady Piranhhas, muss einen Umbruch verkraften, der alle Mannschaftsteile beinhaltet. Topscorerin Randi Kleerbaum, Kapitänin Ina Jensen und einige weitere verließen die Piranhhas oder beendeten ihre aktive Karriere.

Auch bei den Devils gibt es einen erheblichen Aderlass. Die Mannschaft, die in den vergangenen Jahren ebenfalls zu den Topteams gehörte, verliert mehrere Schlüsselspielerinnen. Die drei bisherigen Abgänge (Stand: 13.08.2026) treffen das Team allesamt hart. Hayley-Jane Tropschug geht nach Weißenfels, Michelle Siedenberg nach Rychenberg in die Schweiz und Lilly Fiedler zum MFBC. Ohne sie rückt ein Titel in weite Ferne.

Aktuell sehe ich nur die Füchse aus Dümpten als ernsthaften Herausforderer. Mit vielen erfahrenen Spielerinnen und ebenso zahlreichen jungen Talenten haben sie eine gute Mischung, die in der vergangenen Saison mit den Piranhhas mithalten konnte und mit etwas mehr Erfahrung sie in der kommenden Saison dem MFBC Probleme bereiten kann.

Info: Dies ist lediglich ein erster Ausblick. Für eine genauere Prognose ist es noch zu früh. Betrachtet werden nur die ersten vier Teams der regulären Saison, da eine Betrachtung aller Mannschaften den Rahmen sprengen würde.