Ein Spiel mit einem klaren Ergebnis, was aber auch hätte anders ausfallen können. Die Piranhhas gewinnen zwar mit 6:3 doch wieder schaffen sie es nicht ihre Chancen konsequent zu nutzen!

Fazit

ETV Piranhhas
Der ETV hatte in diesem Spiel wieder gute Phasen, in denen sie gezeigt haben, was sie können. Doch wieder einmal hätten sie ihre Chancen souveräner nutzen müssen. Wenn du hier wie in Berlin ebenfalls so viele Möglichkeiten verschenkst, wird es gegen die Besten der Liga unfassbar schwer, etwas mitzunehmen.

Red Hocks Kaufering
Die Red Hocks haben wieder einmal klar ein Spiel verloren. Die Chancen und die Konstanz über das ganze Spiel waren einfach nicht da, der ETV konnte alles machen, was sie wollten, und gewinnen klar. Jetzt muss Kaufering gegen Schenefeld gewinnen, die am selben Tag gegen den FBC aber verloren.
Das Spiel
1. Drittel Der ETV kontrolliert zur Führung
Es dauert ziemlich lange, bis zum ersten Highlight der Partie, denn die Piranhhas machen es gut, haben hier die Kontrolle und spielen sich langsam Chancen heraus, die erste richtig gute von Paul Dall aus der Distanz in der 7. Minute. Doch wenn die Red Hocks gefährlich werden, dann richtig, einen kleinen Geschmack davon gab es bereits in den ersten Minuten. In der Folge haben die Piranhhas eine unglaublich gute Druckphase, in der sie die bayerischen Gäste tief in ihrer Hälfte einschnüren und dann auch folgerichtig in der 11. Minute in Führung gehen. Doch man hätte es aus Sicht der Bayern deutlich besser verteidigen können, da Friedo Bohls unbehelligt einfach alle umkurven kann und dann der Ball am Bein eines Kauferingers landet und davon ins Tor abprallt. Die Führung, auch wenn es nicht sonderlich schön, aber verdient war. Doch anstatt jetzt abzureißen, lassen sie einfach weiter, das zweite Tor scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Der ETV kommt zu Chance um Chance, unter anderem eine schöne Kombination, die Luis Moes danach versucht, im kurzen Eck unterzubringen, oder wieder Luis Moes, der auf Olli-Oskari Suonmaa ablegt, sich aber dem Kauferinger Schlussmann Raphael Landherr geschlagen geben muss!
Richtung Pause wird der ETV wieder passiver und kommt, ähnlich wie die Gäste, nun öfter über die Konter und kommt weiterhin zu guten Chancen. Auch eine aufgeschobene Strafe könnten sie nutzen, schaffen es aber nicht und gehen so mit 1:0 in die Drittelpause.

2. Drittel Der ETV kann sich absetzen
Der ETV startet durch die Zwei-Minuten-Strafe gegen Benedikt Föhr direkt mit der Chance auf die Führung, bei dem Chancenwucher im 1. Drittel wäre es aus Sicht des ETV so wichtig, hier die Führung auszubauen. Und nach 1 Minute und 51 Sekunden schaffen es die Piranhhas in Person von Jonathan Heins endlich, den Ball ins Tor zu bringen. Und auch wenn der ETV hier wegzieht und weiterhin zu Möglichkeiten kommt, ist das Spiel noch offen, vor allem nach dem Anschlusstreffer der Red Hocks in der 7. Minute durch ihren finnischen Neuzugang Eetu Simola, der nach einem kurz ausgeführten Freischlag einnetzt.
Doch die schnelle Antwort des ETV hat es in sich, in nur 4 Minuten treffen die Piranhhas dreimal und sorgen so für klare Verhältnisse. Die Torschützen sind Flemming Kühl, Paul Dall und Meinert Wardetzki. In dieser Phase geht einfach jeder zweite Schuss rein, genauso hätte es das ganze Spiel weitergehen können, denkt sich auch Nicolas Flathmann, der nach seiner Verletzung bald wieder im Tor des ETV stehen wird. Nach dieser unglaublichen Phase gehen die Hamburger etwas vom Gas und treffen dann in der 14. Minute ein weiteres Mal. Wieder ist es Jonathan Heins, der in seinem ersten Drittel der Saison direkt aufdreht und im langen Eck halbhoch unhaltbar für Raphael Landherr einnetzt zum 6:1.
Jetzt sind die Piranhhas wach und bleiben weiterhin aktiv im Spiel, auch wenn sie jetzt immer öfter Kauferinger Konter zu verkraften haben, die entweder in einem Block oder bei Jonas Jens enden, der bisher fehlerfrei dieses Spiel bestreitet.
3. Drittel Kaufering versucht nochmal alles

Die Red Hocks liegen mit fünf Toren zurück; eine scheinbar unmögliche Aufgabe angesichts des bisherigen Spielverlaufs. Doch von Minute eins an ist Kaufering dabei, diese Sensation möglich zu machen. Und die ersten Lorbeeren dieses Versuchs ernten sie ganz früh, nach einem Aufbaufehler der Piranhhas durch Tobias Hutter. Vielleicht geht hier noch was für Kaufering! Direkt nach Wiederanpfiff haben jedoch die Piranhhas einen Freischlag nur kurz vor dem Tor, den sie schnell ausführen und auch im Tor versenken können, dies aber irregulär, womit die Situation wiederholt wird. Doch nachdem die Piranhhas es erneut versuchen und wieder scheitern, übernimmt Kaufering wieder mehr das Spiel und kommt auch zu guten Chancen, der einzige Grund, warum kein Tor fällt, ist der starke Jonas Jens, der alle Schüsse der Red Hocks entschärft.
Es dauert bis zur 10. Minute, bis Kaufering endlich das Tor erzielt und es ist ihr Topscorer Johannes Probst, der hier für ein bisschen Hoffnung noch sorgen kann. Doch Kaufering kann den Druck nicht so hoch bringen, dass hier ein Tor fällt, und der ETV übernimmt hier immer weiter das Spiel. Doch in der Phase, in der die Red Hocks am besten sind, muss Johannes Probst runter, womit das Spiel quasi schon entschieden ist!
Auch wenn der ETV die Überzahl nicht ausnutzt und Kaufering Empty Net geht, scheitern sie in der Partie zu oft am starken Jonas Jens, der hier ein unfassbares Spiel abgeliefert hat. Die Piranhhas gewinnen am Ende mit 6:3!
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