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Die Floor Fighters Chemnitz bezwingen den Titelverteidiger UHC Sparkasse Weißenfels mit 6:5 nach Verlängerung. Nach einem 0:3-Rückstand und erneutem Rückstand im Schlussdrittel dreht Valentin Müller die Partie mit drei Treffern – auch der Siegtreffer in der Overtime geht auf sein Konto. Für den Meister ist es die zweite Saisonniederlage, Chemnitz feiert den zweiten Sieg in Serie.

1. Drittel: Der Meister mit dem frühen Doppelschlag

Die Startphase gehört dem Titelverteidiger. Nach 4:53 Minuten trifft Karo Kantola nach Vorlage von Max Bandrock zur Gästeführung. Nur 13 Sekunden später liegt schon der zweite Treffer hinterher: Tim Böttcher – am ersten Spieltag per Penalty der Entscheidungsschütze des UHC – erhöht bei 5:06 Minuten nach Zuspiel von Max Gäbler auf 0:2.

Die erste Gelegenheit für die Floor Fighters folgt aus einer Strafe: Florian Böttcher muss bei 12:46 Minuten wegen überharten Körpereinsatzes für zwei Minuten auf die Bank. Chemnitz bringt die erste Überzahl der Partie aber nicht unter Dach und Fach. So bleibt es beim 0:2 aus Sicht der Hausherren bis zur ersten Pause.

2. Drittel: Kantola doppelt nach, Hana antwortet

Auch nach dem Intervall stellt der Meister weiter nach. Bei 24:17 Minuten trifft Karo Kantola erneut, diesmal vorbereitet von Jonas Pohl – das 0:3. Kantola hat damit seinen Doppelpack perfekt, während die Floor Fighters nach 25 Minuten noch ohne eigenen Treffer dastehen.

Erst bei 27:37 Minuten gelingt der Befreiungsschlag: Viljami Hana erzielt das erste Chemnitzer Tor des Tages zum 1:3. Mehr holen die Hausherren vor der zweiten Pause nicht heraus. Der Titelverteidiger geht mit zwei Toren Vorsprung ins Schlussdrittel.

3. Drittel: Müller dreht das Spiel – zweimal

Das letzte Drittel beginnt mit einem Rückschlag für Chemnitz: Hannes Kowalewicz erhöht bei 40:45 Minuten nach Vorlage von Phillip Weigelt auf 1:4. Doch diesmal kommen die Floor Fighters zurück – und zwar mit der Stärke, die schon das Derby in Leipzig entschieden hat.

Nur 35 Sekunden nach dem Rückstand verkürzt Aatu Tommila nach Zuspiel von Jussi-Pekka Raitanen auf 2:4. Dann übernimmt Valentin Müller die Bühne: Bei 49:48 Minuten verkürzt er nach Vorarbeit von Camill Wagner zum 3:4, bei 52:39 Minuten stellt er nach Vorlage von Hannes Langenstraß den 4:4-Ausgleich her.

Die Antwort des Meisters: Kowalewicz trifft bei 55:07 Minuten nach Vorlage von Jan Berbig zu seinem zweiten Treffer zum 4:5. Doch die Führung hält diesmal nur neun Sekunden – Langenstraß gleicht bei 55:16 Minuten auf Vorlage von Müller zum 5:5 aus. Das Schlussdrittel gehört damit mit 4:2 klar den Gastgebern – vier Chemnitzer Treffer in nicht einmal vierzehn Minuten, nach zwei Dritteln ohne eigene Führung.

Verlängerung: Müllers dritter Treffer macht den Sack zu

Die Nervenphase vor der Sirene: Kowalewicz muss bei 58:14 Minuten wegen überharten Körpereinsatzes für zwei Minuten auf die Bank, Chemnitz verpasst es, die Überzahl vor dem Ende der regulären Spielzeit zu nutzen. Nach einer Auszeit der Floor Fighters (59:00) und des UHC (59:41) sieht Aatu Tommila bei 59:44 Minuten wegen eines Vergehens mit dem Stock die letzte Strafe des Tages – seine zwei Minuten laufen mit 1:44 Minuten in die Verlängerung hinein.

Die Floor Fighters überstehen die Anfangsphase der Overtime in Unterzahl. Dann fällt die Entscheidung: Nach 8:00 Minuten der Verlängerung spielt Langenstraß auf Valentin Müller, der zum 6:5 trifft. Es ist sein dritter Treffer des Tages – und der erste Heimsieg der Saison für Chemnitz.

Ausgezeichnet werden auf Chemnitzer Seite Valentin Müller, auf Weißenfelser Doppeltorschütze Hannes Kowalewicz. Damit bleiben die Floor Fighters der Aufwärtstrend der letzten beiden Spieltage erhalten: nach drei Ein-Tor-Niederlagen zum Start jetzt 8:5 in Leipzig und 6:5 nach Verlängerung gegen den Titelverteidiger. Chemnitz klettert auf sechs Punkte. Der UHC verliert sein zweites von fünf Spielen und bleibt bei neun Punkten auf dem fünften Tabellenplatz.

Die Prognose im Faktencheck

Unser Tipp lautete 5:6 für Weißenfels – Tendenz knapper Auswärtssieg. Der erste Teil der Analyse stimmte: Es wurde eng, und die Entscheidung fiel in den absoluten Schlussminuten, wenngleich erst in der Verlängerung. Nur der Sieger war am Ende der andere.

Bereits im Vorbericht hieß es: „Wenn die Floor Fighters bis ins letzte Drittel in Reichweite bleiben, haben sie – ausgerechnet gegen den Meister – eine reale Chance auf den zweiten Saisonsieg.“ Exakt so kam es: Nach dem 1:4 blieben die Hausherren dran und drehten die Partie innerhalb von 15 Minuten. Auch der Hinweis auf Hannes Kowalewicz als Gefahrenquelle traf zu – der Weißenfelser traf zweimal und wurde beim UHC ausgezeichnet. Nicht vorhergesehen hatten wir Valentin Müller, der seine Saisonbilanz an einem Nachmittag von zwei auf fünf Tore schraubte und den Titelverteidiger mit einem Hat-Trick bezwang.


Floor Fighters Chemnitz – UHC Sparkasse Weißenfels 6:5 n. V. Drittelergebnisse: 0:2, 1:1, 4:2; Verlängerung: 1:0 Datum: 4. Oktober 2026 · Spielort: Schlossteichhalle, Chemnitz Zuschauer: 283 · Schiedsrichter: Toni Smeilus und Niklas Wangnet Auszeichnungen: Valentin Müller (Floor Fighters Chemnitz) und Hannes Kowalewicz (UHC Sparkasse Weißenfels)