Die Floor Fighters Chemnitz gewinnen das Sachsen-Derby beim SC DHfK Leipzig mit 8:5. Nach einem ausgeglichenen ersten Drittel bleibt die Partie bis in die Schlussphase offen. Dann treffen die Gäste viermal im letzten Abschnitt – darunter drei Tore in den letzten 51 Sekunden – und holen sich den ersten Saisonsieg.
1. Drittel: Chemnitz legt vor, Leipzig dreht das Spiel
Chemnitz erwischt den besseren Start. Magnus-Ernst Scholz bringt die Floor Fighters nach 2:56 Minuten auf Vorlage von Hannes Langenstraß mit 1:0 in Führung. Nur 77 Sekunden später erhöht Aatu Tommila nach Zuspiel von Nooa Laurila auf 2:0.
Leipzig braucht etwas, findet dann aber schnell zurück in die Partie. Leonard Gunstheim verkürzt bei 10:22 Minuten auf Vorlage von Tobias Klamt. Nur 20 Sekunden später steht es 2:2: Nicolaus Ondruschka trifft nach Pass von Juuso Suotula.
Nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Jussi-Pekka Raitanen wegen Handspiels bekommt Chemnitz die nächste Unterzahlsituation. Kurz vor der ersten Pause dreht der SC DHfK das Spiel schließlich komplett. Robert Perl erzielt bei 19:36 Minuten nach Vorarbeit von Julian Kappler das 3:2.
2. Drittel: Beide Teams schlagen noch einmal zu
Die Gäste lassen sich vom Rückstand nicht beeindrucken. Tommila erzielt bei 26:16 Minuten seinen zweiten Treffer des Abends und gleicht nach Zuspiel von Langenstraß zum 3:3 aus.
In der 30. Minute muss Tommila selbst für zwei Minuten wegen Stoßens auf die Strafbank. Leipzig nutzt die Überzahl nicht, geht aber wenig später trotzdem wieder in Führung: Suotula trifft bei 31:18 Minuten auf Vorlage von Tuomas Hirn zum 4:3.
Chemnitz bleibt dran und kommt kurz vor der zweiten Pause zum Ausgleich. Bei 37:55 Minuten fällt das 4:4 durch ein Eigentor. Damit ist vor dem Schlussabschnitt weiterhin alles offen – genau das enge Spiel, das sich nach der Ausgangslage erwarten ließ.
3. Drittel: Chemnitz entscheidet das Derby spät
Die Floor Fighters starten erneut besser in einen Spielabschnitt. Tommila komplettiert bei 46:59 Minuten seinen Hattrick und bringt Chemnitz mit 5:4 in Führung. Der Treffer fällt nach Vorlage von Raitanen.
Leipzig findet im Schlussdrittel nicht mehr so konstant in seine Offensive wie zuvor. Stattdessen baut Leevi Väänänen den Vorsprung der Gäste bei 54:49 Minuten auf 6:4 aus, vorbereitet von Viljami Hana. Der SC DHfK nimmt anschließend eine Auszeit.
Die Leipziger geben sich noch nicht geschlagen. Hirn verkürzt bei 58:52 Minuten nach Zuspiel von Suotula auf 5:6. Für einen Moment scheint die Partie erneut zu kippen, doch Chemnitz behält in der Schlussphase die Nerven.
Langenstraß stellt nur 20 Sekunden später den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Bei 59:43 Minuten macht er mit seinem ersten Treffer des Abends endgültig alles klar: Chemnitz gewinnt das dritte Drittel mit 4:1 und das Derby mit 8:5.
Die Prognose im Faktencheck
Im Vorbericht waren die Leipziger aufgrund ihres starken Saisonstarts und des Heimvorteils leicht favorisiert worden. Gleichzeitig sprach vieles für ein enges Spiel: Chemnitz hatte die ersten drei Partien jeweils nur mit einem Tor Unterschied verloren und dabei gegen starke Gegner bereits 16 Treffer erzielt.
Der erste Teil der Prognose bestätigte sich. Bis zum 5:6 blieb die Begegnung offen, und die Entscheidung fiel tatsächlich erst in den Schlussminuten. Eine Verlängerung wurde es diesmal nicht – Chemnitz machte mit zwei Toren innerhalb von 31 Sekunden den Unterschied.
Vor allem die Einschätzung, dass die Floor Fighters trotz des Tabellenplatzes nicht zu unterschätzen waren, erwies sich als richtig. Chemnitz belohnte sich erstmals für seine enge Spielweise und beendet die Serie der drei Ein-Tor-Niederlagen mit einem klaren 8:5-Auswärtssieg. Aatu Tommila war mit drei Treffern der erfolgreichste Torschütze. Bei Leipzig wurde Tuomas Hirn als bester Spieler ausgezeichnet, bei Chemnitz ging die Auszeichnung an Tommila.
SC DHfK Leipzig – Floor Fighters Chemnitz 5:8
Drittelergebnisse: 3:2, 1:2, 1:4
Datum: 26. September 2026 · Spielort: Sporthalle am Rabet, Leipzig
Zuschauer: 154 · Schiedsrichter: Steven Ehebrecht und Tim Galetzka

