Der ETV holt drei Punkte im umkämpften Duell gegen die DJK Holzbüttgen, die ihre Aufholjagd gegen Ende mit einem absoluten Traumtor beenden konnten.

Zusammenfassung

1. Drittel

Das Spiel erreichte den ersten Höhepunkt nach 2:39 Minuten mit einer Zwei-Minuten-Strafe für den DJK, da Dennis Schiffer den Arm von Leon Adelmann festhielt und damit eine Torchance verhinderte. Die Schiedsrichter der Partie, Karlis Moors und Sascha Richter, entschieden völlig richtig und eröffneten damit das Spiel. Nun gab es für den ETV die Möglichkeit, die Chance zu nutzen. Schon anderthalb Minuten später setzte der Topscorer der Eimsbütteler seinen ersten Akzent: Birger spielte den Ball zurück auf die rechte Shooter-Position, auf der Phillip Wilbrand zuhause ist. Dieser schoss den Ball mit seiner beeindruckenden Schusstechnik ins kurze Eck. Den Goalie kann man aus dieser Aktion nicht ganz herausnehmen, allerdings hätten auch Feldspieler der Holzbüttgener die Schussbahn schließen können.

Jetzt geht das Spiel richtig los. Keine Minute nach dem ersten Tor rollt wieder ein Angriff der Roten auf das Tor von Jan Saurbier zu. Er kann den ersten Schuss des durchgelaufenen Elias Paar noch entschärfen, beim zweiten ist er jedoch machtlos. So stand es nun 2:0, was zum großen Teil an der Kaltschnäuzigkeit der Eimsbütteler lag, die nahezu jeden Schuss im Tor versenkten. Doch davon ließen sich die Holzbüttgener nicht einschüchtern. Begünstigt durch eine Zwei-Minuten-Strafe für Pascal Kern, kamen sie per Distanzschuss zum Anschluss. Da sieht Joona Heiskanen, die Nummer des DJK, in Torjägermanier die Lücke im Block und netzt ein. Ausgerechnet er fliegt jedoch nur etwa zwei Minuten nach seinem Tor vom Feld und tut seinem Team damit keinen Gefallen. Zum Glück fällt aus diesem Powerplay der Piranhas kein Tor. Jetzt passiert erst einmal lange nichts, bis es in der 17. Minute so weit ist: Mats Dose bekommt den Ball halbhoch in der gegnerischen Hälfte angespielt und schießt ihn ebenfalls halbhoch ins gegnerische Tor. Es ist das zweite Saisontor des Verteidigers, der hier sehenswert einnetzt.

Es ist eigentlich schon Halbzeit, als die Holzbüttgener zum zweiten Mal auf Lückensuche gehen. Wieder ist es ein Distanztor, wieder in Überzahl, das stark und schnell vom DJK herausgespielt wird. Am Ende darf sich Jarno Pensikkala über sein 31. Saisontor freuen.

2. Drittel

Wo sollte der Ball im besten Fall am Ende landen? Genau! Im Tor. Nach dieser Devise beginnt auch das zweite Drittel. Elias Paar, der Mann, der mit der Zeit immer mehr aufdreht, trifft erneut und stellt die Zwei-Tore-Führung aus ETV-Sicht wieder her. Nur wenig später geht Leon Adelmann auf die Reise, die ein jähes Ende in den Fängen von Jarno Pensikkala findet, der diesen Fehler bestraft und wieder Spannung in die Partie bringt. Nun dauert es einige Zeit bis zum nächsten Tor, was all jene freuen dürfte, die es mit dem ETV halten, denn es ist der ETV selbst, genauer gesagt der so sichere Verteidiger der Eimsbütteler, Pascal Kern. Es ist erst sein zweites Tor, obwohl er schon zehn Scorerpunkte hat, was einfach die starke Defensive des ETV über die Saison zeigt. Für die Holzbuttgener läuft es nicht allzu gut, denn sie kommen nicht an die Roten heran, bis es sechs Minuten später schließlich Leo Häfner ist. Nach einem schnell ausgeführten Freischlag schießt er den DJK zurück in die Partie. Da zieht er einfach mal aus der Distanz ab und wird belohnt. In der Folge beruhigt sich das Spiel etwas, mit leichtem Vorteil für den ETV. Doch dann ist es soweit! Wir schreiben die 19. Minute des zweiten Drittels, als das beste Tor des Abends fällt! Der bisher selten mit Toren glänzende Conrad Lehwalder trifft. Wenn es nicht klappt, dann mach es halt so! Er bekommt den Ball in einem Zwei-gegen-Zwei gespielt, hat keine Möglichkeit, ihn weiterzuspielen und bekommt ihn dazu noch auf die Rückhand und feuert ihn mit ebendieser Kellen-Seite einfach f

3. Drittel

Das letzte Drittel der Liga-Saison beginnt genauso, wie das vorherige geendet hatte: mit Druck von Seiten der DJK. Der ETV muss sich erst auf die Verteidigung konzentrieren. Dann ist es wieder einmal Phillip Wilbrand, der den Ball irgendwie im Gewühl erobert und ihn über den sich hinlegenden Torwart Max Saurbier hinweg ins Tor legt. Mit Glück und Können geht der ETV nun wieder mit eins in Führung. Das Spiel wird nicht mehr so torreich, dafür immer hitziger, bis Nils Hofferbert sechs Minuten nach dem Tor für zwei Minuten das Spielfeld verlassen muss. Im Zweikampf war er etwas zu ungestüm und brachte Flemming Kühl zu Fall. Der ETV erhält zwar noch vor Ablauf der Strafe die Chance, per Empty Net zu treffen, nutzt diese aber ebenso wenig wie die erste Minute des Powerplays. Im Gegensatz dazu nutzen die Holzbüttgener das Powerplay der Piranhas und einen fragwürdigen Penalty, bei dem Nico Flathmann chancenlos ist, um wieder auszugleichen. Jarno Pensikkala ist der Mann für die Penaltys und zeigt hier, warum das so ist. Doch es bleibt noch eine Minute Powerplay aus Sicht von Holzbüttgen zu überstehen.

Der ETV versucht es immer wieder, bis es Mr. Power Play, Philipp Wilbrand, ist, der das Spiel erneut auf die Seite des ETV stellt. 7:6 und noch knapp 6 Minuten zu spielen – da ist noch einiges möglich bei dem, was dieses Spiel schon geboten hat!

Holzbüttgen ist nun am Drücker, auch wenn es bis zur 17. Minute dauert, bis ausgerechnet der Viertplatzierte der Scorerliste den Ball übers Tor setzt. Er hatte den Ball irgendwie von einem Roten abgefälscht bekommen und musste ihn eigentlich nur noch ins Tor legen. Doch hier will er es zu genau machen. Der DJK braucht den Sieg und so spielen sie auch. Zum Ende hin sogar mit Empty Net. Die letzte Aktion: Sie spielen den Ball weit, Joona Heiskanen will noch einmal zum Abschluss kommen, was aber wenig Erfolg hat, da er auf den ETV-Goalie Nico Flathmann fällt. Jetzt wird es wild! Das Spiel ist eigentlich schon vorbei, aber Nico geht auf den über ihn gefallenen Joona Heiskanen los, der wenig dafür kann. Das war für Nico jedoch nicht zu sehen. Er stößt ihn zu Boden und ruft ihm noch einige Worte zu, bis er von seinen Mitspielern weggeschoben wird. Das wurde zum Ende noch einmal hitzig und spannend. Am Ende scheint es aber nur ein Moment gewesen zu sein, da sie danach wieder runterfahren.

Mit diesem Sieg gewinnt der ETV ein gutes Gefühl für das Playoff-Spiel gegen die Floor Fighters aus Chemnitz, die nächste Woche nach Hamburg kommen. Für die DJK gibt es das schwerstmögliche Los: Gegen den deutsche Meister aus Weißenfels, der in der ersten Playoff Runde auf sie wartet.