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Die DJK Holzbüttgen gewinnt das Spitzenspiel des 7. Spieltags gegen den MFBC Leipzig mit 7:3 und übernimmt mit 16 Punkten die Tabellenführung der 1. Floorball Bundesliga. Nils Hofferbert und Niko Latvakoski treffen doppelt, Jarno Pensikkala steuert ein Tor und zwei Vorlagen bei. Der Vizemeister aus Leipzig kommt nie näher als auf zwei Tore heran und rutscht vom ersten auf den dritten Platz ab.

1. Drittel: Latvakoski trifft früh, mehr passiert nicht

Vor 399 Zuschauern in der Stadtparkhalle braucht die DJK gut vier Minuten für ihren ersten Treffer des Abends: Niko Latvakoski vollendet bei 4:04 Minuten eine Vorlage von Martin Krametter zum 1:0. Es bleibt der einzige Treffer im ersten Abschnitt.

Kurz vor der Pause geraten die Gäste erstmals in Unterzahl: Radim Kühnel sieht bei 19:11 Minuten zwei Minuten für überharten Körpereinsatz. Das Kaarster Powerplay bringt vor der Pause nichts mehr — die Überzahl läuft noch gut eine Minute in das zweite Drittel hinein, ein Treffer fällt in der Zeit nicht.

2. Drittel: Krametter und Hofferbert bauen die Führung aus, Heiskanen sammelt Strafminuten

Dafür trifft die DJK kurz nach Wiederanpfiff auf anderem Weg: Martin Krametter behält bei 23:53 Minuten nach Vorlage von Jarno Pensikkala die Übersicht und stellt auf 2:0. Anschließend wird die Partie auf Kaarster Seite zunehmend zerfahren — ausgerechnet bei Joona Heiskanen: zwei Minuten wegen Behinderung (24:47), zehn Minuten für Reklamieren (26:47) und eine weitere Zwei-Minuten-Strafe, wieder wegen Reklamierens (35:40) — zusammen 14 Strafminuten für den sonst so wichtigen Kaarster.

Die beiden Zweier-Unterzahlen übersteht die DJK schadlos. Während Heiskanen seine Zehn-Minuten-Strafe absitzt, trifft Nils Hofferbert bei 31:04 Minuten nach Vorlage von Leo Häfner zum 3:0. Der erste Gegentreffer des Abends lässt nur 77 Sekunden auf sich warten: Felix Linke verkürzt bei 32:21 Minuten nach Vorlage von Arvid Heistermann auf 1:3. Mehr Tore gibt es in der Phase nicht.

21 Sekunden vor der Drittelpause macht Konrad Paul nach Vorlage von Hofferbert den alten Abstand wieder her: 4:1 (39:39). Das mittlere Drittel geht mit 3:1 an die Gastgeber.

3. Drittel: Der MFBC kommt ran – und doch nie näher als auf zwei Tore

Nils Hofferbert trifft zum zweiten Mal an diesem Nachmittag. Nur 80 Sekunden nach Wiederanpfiff erhöht er auf 5:1 (41:20), diesmal ohne Vorlage. Der Versuch der Leipziger Antwort folgt prompt: Joona Nieminen nutzt bei 44:02 Minuten eine Vorlage von Mark-Oliver Bothe zum 2:5 — die einzige Torbeteiligung des sonst so treffsicheren Bothe an diesem Tag, ein eigenes Tor will ihm nicht gelingen.

Als Radim Kühnel bei 46:04 Minuten seine zweite Zwei-Minuten-Strafe sieht (wiederholte Vergehen), nutzt die DJK die Gelegenheit: Niko Latvakoski trifft bei 48:04 Minuten — exakt mit dem Ablauf der Strafzeit — nach Vorlage von Pensikkala zum 6:2. Auf der anderen Seite verkürzt Veeti Nieminen bei 54:33 Minuten, vorbereitet ausgerechnet von Kühnel, auf 3:6.

Bei 57:26 Minuten nimmt der MFBC die Auszeit, um beim Stand von 3:6 noch einmal alles nach vorne zu werfen. Die endgültige Entscheidung fällt aber auf der anderen Seite: 26 Sekunden vor der Sirene markiert Jarno Pensikkala nach Vorlage von Maximilian Schrick den 7:3-Endstand (59:34).

Die Prognose im Faktencheck

Im Vorbericht hatten wir ein enges, taktisch geprägtes Spiel erwartet und die DJK mit 4:3 vorne gesehen. Den Sieger haben wir damit richtig getippt — die Klarheit des Auftritts war dann eine andere. Zum Anpfiff standen beide Teams nach dem Leipziger Auswärtssieg in Bonn mit jeweils 13 Punkten an der Spitze; statt des erwarteten Abtastens auf Augenhöhe setzte die DJK früh ihren Stempel, führte nach 40 Minuten mit 4:1 und ließ den Gegner nie auf weniger als zwei Tore herankommen.

Der Schlüssel aus unserem Faktencheck traf exakt ein: Wenn Mark-Oliver Bothe stillgestellt wird, muss die Breite liefern. Bothe blieb an diesem Nachmittag ohne eigenen Treffer, seine einzige Torbeteiligung war die Vorlage zum 2:5. Dass mit Linke, Joona Nieminen und Veeti Nieminen immerhin drei verschiedene Torschützen trafen, reichte gegen eine Kaarster Offensive nicht aus, die mit Latvakoski, Krametter, Hofferbert, Paul und Pensikkala fünf verschiedene Torschützen stellte.

Für die DJK läuft damit weiter fast alles: mit 16 Punkten aus sechs Spielen erobert das Team die Tabellenspitze zurück und bleibt in regulärer Spielzeit ungeschlagen — die einzige Niederlage der Saison bleibt das 7:8 nach Verlängerung beim amtierenden Meister aus Weißenfels, der jetzt mit 15 Punkten aus sieben Spielen auf Rang zwei folgt. In der ligaweiten Scorerliste steht Jarno Pensikkala mit inzwischen 16 Punkten (6 Tore, 10 Assists) auf Platz 4, Doppeltorschütze Nils Hofferbert folgt mit 14 Punkten, Niko Latvakoski bringt es auf neun Saisontore. Ausgezeichnet wurden Leo Häfner auf Kaarster und Lovis Sturm auf Leipziger Seite.

Der MFBC kassiert die zweite Saisonniederlage nach dem 3:4 gegen Kaufering und rutscht mit 13 Punkten vom Spitzenplatz auf Rang drei — punktgleich mit dem SC DHfK, der sein Samstagsspiel gegen den ETV gewonnen hatte.


DJK Holzbüttgen – MFBC Leipzig 7:3 (1:0, 3:1, 3:2) Drittelergebnisse: 1:0, 3:1, 3:2 Datum: 11. Oktober 2026 · Spielort: Stadtparkhalle, Kaarst Zuschauer: 399 · Schiedsrichter: Steven Ehebrecht und Tim Galetzka Auszeichnungen: Leo Häfner (DJK Holzbüttgen) und Lovis Sturm (MFBC Leipzig)