Was für eine Sensation am Sonntag! Die Rockets aus Berlin schlagen die Dragons zuhause mit 14:9 und zeigen Bonn klare Grenzen auf.
Fazit
Für die Berliner ist es ein unfassbares Ergebnis. Nachdem sie in der letzten Saison noch in die Playdowns mussten, ist nun der Playoff-Einzug reine Formsache. Mit einem Spiel weniger als alle außer der DJK stehen die Berliner auf dem 5. Platz und könnten mit einem Sieg auch den UHC auf Platz 2 überholen. Für die Dragons ist es ein miserables Wochenende. Zwei Niederlagen, null Punkte – wenn sie Meister werden wollen, ist das viel zu wenig. Es ist zudem erschreckend, wie schlecht Bonn gegen Teams in der oberen Hälfte abschneidet. Alle Siege der Bonner gab es gegen die unteren 4 der Tabelle (vor dem Doppelspieltag). Wenn sie wirklich den großen Coup landen wollen, müssen sie viel besser gegen die Topteams abschneiden, sonst wird es arg schwer!
Das Spiel
1. Drittel 11 Minuten für 6 Tore!
In diesem ersten Drittel der Partie fällt das erste Tor in der 8. Minute! Alain Gafner trifft nach Vorlage von Jakub Matula zum 1:0. Die beiden Neuzugänge der Rockets sind hier schon früh im Blickpunkt! Und weitere 3 Minuten später ist der Ball erneut im Kasten des Bonner Goalies Paskal Kammer, der von Anton Sehorcz nach Vorlage von Youngster Malte Weber überlistet wird. Somit hat Bonn hier einen frühen Rückstand zu verkraften. Die schnelle Antwort kommt aber prompt durch Adrian Stein, der mit seinem 6. Saisontor hier auf 2:1 verkürzt!
Doch dieses Tor verliert schon nach zweieinhalb Minuten die Bedeutung, da Berlin wieder einmal trifft. Diesmal ist es Arttu Äijälä. Der Finne gewinnt hoch den Ball und netzt nach einem kleinen Bogen aus der Halbdistanz zum 3:1 ein.
Und der Ärger aus Bonner Sicht geht genauso weiter. Denn nach 15 Minuten und 45 Sekunden – nicht einmal eine Minute nach dem ersten Tor – bekommen die Dragons die vermeidbarste Strafe, die es gibt: einen Wechselfehler. Somit müssen sie jetzt zwei Minuten in Unterzahl überstehen, was aber nach 48 Sekunden schon nicht funktioniert! Sie lassen Anton Weyrauch in dieser Situation einfach zu viel Platz, und wenn du ihn so fahrlässig verteidigst, bekommst du eben das Gegentor zum 4:1.
Doch das war noch nicht das Endergebnis dieses irren Drittels, denn in der 18. Minute treffen die Berliner erneut. Wieder ist Anton Weyrauch beteiligt, das Tor erzielt aber Eemil Laube. Die beiden kennen sich schon seit der U11, was sie in dieser Szene auch zeigen. Anton Weyrauch treibt den Ball voran Richtung Tor, spielt ihn kurz vor den Slot und Eemil Laube muss ihn nur noch ins Tor bringen: 5:1.
Doch die Dragons geben nicht auf und kommen durch das erste Tor von Martin Sulc wieder auf 3 Tore heran. Er bekommt den Ball von Adrian Stein halbhoch an die Seite gespielt und trifft sehenswert zum 5:2.
Doch das Drittel ist immer noch nicht vorbei. Wieder kommen die Rockets zur Chance und wieder treffen sie. Wieder ist es Anton Weyrauch, der mit einem schönen Bogenlauf und einem noch schöneren Schuss hier das Drittel mit 6:2 für Berlin vollendet. Was für ein Start für Berlin in dieses irre Spiel!
2. Drittel Berlin kann die Führung halten
Die erste Szene des Drittels ist direkt ein Tor für die Rockets. Sie probieren es einmal mit einer Einschlagvariante. Alain Gafner täuscht an, läuft, bekommt den Ball von Jakub Matula zugespielt und legt ihn quer auf Vincent Jordan, der sich diese Möglichkeit nicht nehmen lässt – 7:2 für Berlin. Egal, was Berlin in der Pause besprochen hat, es schien gut gewesen zu sein, denn sie treffen erneut. Diesmal ist es Jakub Matula, der nach Vorlage von Vincent Jordan schon auf 8:2 stellt.
Doch nach diesem Superstart müssen die Rockets erst einmal eine Zwei-Minuten-Strafe verkraften, die sie aber zum Tor nutzen. Leon Schweiger trifft nach Vorlage von Eemil Laube schon zum 9:2, eine Torshow der Rockets bisher in dieser Partie!
Doch die Bonner nutzen trotz dieses Nackenschlages die Zeitstrafe, um ein Tor zu erzielen. Florian Weißkirchen legt den Ball genial vor das Tor auf Mikael Kiukkonen, nur noch 9:3 für die Rockets! Den Schwung des Tores spürt man auch direkt im Spiel: viel Tempo, viele Chancen, ein einfach spannendes Spiel, in dem die Rockets in diesem Drittel noch stark einbrechen. Denn Bonn kommt durch ein Tor während einer aufgeschobenen Strafe, eines durch Janos Bröker und zwei weitere während einer Berliner Doppelstrafe wieder auf 9:6 heran. Doch die Schlussszene dieses Drittels hat Eemil Laube, der nach Vorlage von David Lichtwer zum 6:10 trifft. Bonn muss sich nun für das letzte Drittel mächtig was einfallen lassen, damit es wieder spannend wird!
3. Drittel Bonner Aufholjagd kommt zu spät
Um den Beitrag nicht zu lang werden zu lassen, fasse ich einmal kurz die spannendsten Sachen zusammen: Es ist lange ein enges Drittel, beide Teams haben Chancen, Berlin nutzt aber seine und kann auf 14:6 wegziehen. Die Treffer kamen von Jakub Matula, Vincent Jordan und Eemil Laube. Doch in den letzten Minuten kann Bonn wieder herankommen. Der Endstand lautet nach einem guten Schluss mit viel 6 gegen 5 9:14 für die Rockets, die damit ein Ausrufezeichen setzen!

