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Zwei Halbfinalisten der vergangenen Saison treffen früh aufeinander! Am 6. Spieltag der 1. Floorball Bundesliga empfängt der SC DHfK Leipzig die ETV Piranhhas Hamburg. Platz 8 gegen Platz 7, ein Punkt Unterschied — doch die Vorzeichen könnten gegensätzlicher kaum sein: Die Leipziger kommen aus zwei bitteren Niederlagen, die Hamburger aus dem Coup des Spieltags gegen Bonn.


Ausgangslage

SC DHfK Leipzig: Vom Blitzstart in die Krise

Der Auftakt verlief nach Maß: Siege in Kaufering und Berlin, dazu der Derby-Punkt beim MFBC — sieben Punkte und Platz drei nach drei Spieltagen. Seither geht es steil bergab. Erst die 5:8-Heimpleite im Sachsen-Derby gegen Chemnitz, dann die höchste Niederlage der jungen Saison in Dresden: Nach früher Führung drehte der Gastgeber die Partie und führte nach dem ersten Drittel mit 6:2 — am Ende stand es 9:5 für die Igels.

  • 1. Spieltag: 5:4-Auswärtssieg beim VfL Red Hocks Kaufering
  • 2. Spieltag: 1:2 n. V. im Leipziger Derby beim MFBC Leipzig (1 Punkt)
  • 3. Spieltag: 11:7-Auswärtssieg bei den Berlin Rockets
  • 4. Spieltag: 5:8-Heimniederlage gegen die Floor Fighters Chemnitz
  • 5. Spieltag: 5:9-Auswärtsniederlage bei den Unihockey Igels Dresden

Sieben Punkte, Platz 8 — für das Überraschungsteam der vergangenen Saison, das als Aufsteiger bis ins Halbfinale lief, ist das ein Rückschlag. Das Problem liegt auf der Defensivseite: 30 Gegentore in fünf Spielen, so viele wie außer den Berlin Rockets kein Team der oberen Tabellenhälfte kassiert hat. In Chemnitz und Dresden allein waren es 17 Gegentore in zwei Spielen. Genau diese Defensivleistung muss der SC wiederfinden, will er den Anschluss an die Spitze halten.

ETV Piranhhas Hamburg: Vom 2:9 zum Coup gegen Bonn

Auch bei den Hamburgern verlief die Saison schwankend — nur mit dem umgekehrten Ende: Nach der Auftaktniederlage in Berlin, zwei Arbeitssiegen gegen die Aufsteiger Kaufering und München und der Klatsche in Kaarst (2:9) folgte am 5. Spieltag der bisherige Höhepunkt. Der 2:1-Sieg über die SSF Dragons Bonn war die defensive Meisterleistung der jungen Saison: Schlussmann Jussi Kursula ließ bei seinem ersten Saisoneinsatz genau einen Treffer zu — gegen eine Offensive, die zuvor 28 Tore in vier Spielen erzielt hatte.

  • 1. Spieltag: 5:7-Auswärtsniederlage bei den Berlin Rockets
  • 2. Spieltag: 6:3-Heimsieg gegen den VfL Red Hocks Kaufering
  • 3. Spieltag: 6:5 n. PS-Heimsieg gegen den FBC München
  • 4. Spieltag: 2:9-Auswärtsniederlage bei der DJK Holzbüttgen
  • 5. Spieltag: 2:1-Heimsieg gegen die SSF Dragons Bonn

Acht Punkte, Platz 7 — die Piranhhas sind wieder voll im Playoff-Rennen. Die Sorge bleibt die Offensive: Nur zwei Teams der Liga haben weniger als die 21 Hamburger Tore erzielt, und der Abgang von Philipp Wilbrand, jahrelang eine der wichtigsten Offensivwaffen, ist bislang nicht kompensiert. Mit Marcel Westermann ist zwar Erfahrung zurückgekehrt, die Last liegt aber weiter auf wenigen Schultern.


Worauf es ankommt & Schlüsselspieler

Suotula und die Breite gegen Vogels Solotour

Beim SC steht ein breiter Offensivblock: Juuso Suotula führt die Leipziger mit 5 Toren und 6 Vorlagen (11 Punkte, Platz 6 der ligaweiten Scorerliste) an, Leo Saarinen hat bereits sechs Tore, Tuomas Hirn kommt auf sieben Vorlagen, dazu Pit Seifert mit fünf Treffern. Wenn Leipzig läuft, kommen die Tore aus vielen Positionen.

Bei den Piranhhas ist Luca Vogel mit 4 Toren und 4 Vorlagen in nur vier Spielen der klare Offensivmotor — dahinter werden die Abstände groß: Paul Dall und Kapitän Flemming Per Kühl sind die nächsten Ansprechpartner. Gelingt es den Hamburgern, neben Vogel einen zweiten Torschützen zu finden, ist der ETV schwer auszurechnen.

Der taktische Schlüssel

Die Frage des Abends: Kann die Bonn-Defensive auch auswärts reisen? Zuhause ließ der ETV eine Spitzen-Offensive kaum zur Entfaltung kommen — auswärts kassierten die Piranhhas in Berlin sieben und in Kaarst neun Gegentore. Leipzig muss genau dort ansetzen: früh Druck machen, die Hamburger in Defensive-Situationen zwingen und diesmal die Anfangsphase überstehen, die in Dresden das Spiel kostete. Umgekehrt braucht der SC endlich eine komplette Defensivleistung über 60 Minuten. Beide Teams bestreiten übrigens ein Wochenend-Doppel: Der SC empfängt am Sonntag noch Blau-Weiß Schenefeld, der ETV muss noch zum Titelverteidiger nach Weißenfels.


Prognose

Der SC spielt zuhause, hat die breitere Offensive und den größeren Druck, den Ausrutscher zu korrigieren. Der ETV reist mit dem Selbstvertrauen des Bonn-Coups und einem Torhüter, der gerade bewiesen hat, dass er ein Spiel allein tragen kann. Die Hamburger sind in dieser Saison aber auswärts noch ohne Sieg — und mit Suotula, Saarinen, Hirn und Seifert hat der SC schlicht mehr Torschützen im Angebot als der ETV um seinen Solomotor Vogel. Wir erwarten, dass der SC die Krise stoppt, sich dabei aber nicht lumpen lässt.

Unser Tipp: SC DHfK Leipzig – ETV Piranhhas Hamburg 5:3.


Spieldaten auf einen Blick

  • Begegnung: SC DHfK Leipzig vs. ETV Piranhhas Hamburg
  • Wettbewerb: 1. FBL Herren, 6. Spieltag
  • Datum & Uhrzeit: Samstag, 10.10.2026, 18:00 Uhr
  • Spielort: Sporthalle am Rabet, Konradstraße 35, 04315 Leipzig