Am Samstag hatte das lange Warten ein Ende: Das Nordderby zwischen dem ETV Hamburg und Blau-Weiß Schenefeld stand an. Es war über weite Strecken ein klares Derby, das am Ende dennoch spannend wurde. Der ETV nimmt aber alles in allem verdiente drei Punkte mit und zieht damit am DHFK Leipzig vorbei, der gleichzeitig gegen den SSF Bonn in der Overtime mit 5:6 verliert.

Das Derby begann in der 13. Minute mit dem Tor des distanzstarken Birger Dethlefsen. Er wurde über außen geschickt, hatte eigentlich nur die Option zu schießen, da der lange Pfosten gedeckt war, und erzielte mit einem schönen Schuss ins untere linke Eck das 1:0. Danach wurde es erst etwas ruhiger, bis Tim Glindemann den Ball eine halbe Minute vor der Pause nicht gut annahm und anschließend vom schnell reagierenden Phillipp Wilbrand und dem schnell freigelaufenen Jonathan Heins bestraft wurde.

Das zweite Drittel war das torreichste von allen und startete genau nach diesem Motto. Nur eine Minute und 13 Sekunden nach dem Bully traf Elias Paar aus der Drehung zum 3:0 für die Piranhas. Doch danach ging es erst richtig los: Daniel Czapelka traf nur vier Sekunden nach dem Bully, den Christoph Goers sofort nach vorne ausführte, zum 3:1. Was für ein spektakulärer Treffer! Nun fehlte dem Spiel nur noch ein Tor, um wieder richtig spannend zu werden, und nach neun gespielten Minuten war es soweit. Jonathan Heins spielte den Ball einem Schenefelder in die Kelle, der nur noch den Goalie überwinden musste und diese Chance ließ Henry Mursch nicht ungenutzt, um sein erstes Saisontor zu erzielen.

Wer jetzt dachte, es würde richtig eng werden, irrte sich mächtig. Der ETV zog nun das Tempo an: Zwei Tore von Phillipp Wilbrand, eines von Birger Dethlefsen und ein weiteres von Jonathan Heins ließen den ETV vom nächsten Dreier träumen. Alle vier Tore waren super herausgespielt. Zum einen erzielte Phillipp Wilbrand seine zwei Treffer aus der Distanz, die beide seiner unglaublich guten Schusstechnik zu verdanken sind. Birger Dethlefsen nagelte seinen Ball unter die Latte, nutzte den Platz, den er nur selten bekommt, hervorragend aus und traf aus spitzem Winkel. Jonathan Heins traf überlegt ins kurze Eck in einem 3-gegen-2-Konter für den ETV und sicherte ihnen damit eine souveräne Pausenführung.

Doch im letzten Drittel wurde es noch einmal eng. Zuerst traf Freddy Thiele nach einem Freischlag aus kurzer Distanz ins kurze Eck des Nico Flathmann, da alle im Block des ETV auf den Schützen fokussiert waren. Zum zweiten netzte Timo Rother mit einem absoluten Sonntagschuss am Samstagabend zum nur noch 7:4 ein. Nun hatten die Blau-Weißen Blut geleckt, witterten ihre Chance, doch noch etwas aus Hamburg mitzunehmen, und gingen sogar zum Ende hin Empty Net. Doch mitten in die Spannung hinein traf Elias Paar ins verwaiste Tor der Schenefelder und stellte den Spielstand auf 8:4.

Jetzt probierten die Schenefelder alles, bis ihr Topscorer Marius Schwarz nur wenige Meter von der Mittellinie entfernt, den Ball unfassbar aus der Distanz ins Eimsbüttler Tor schoss. Ein unglaubliches Tor, doch es sollte heute nicht reichen. Ein weiterer Treffer gelang den Schenefeldern noch: Lasse Schmidt erzielte einen Treffer aus dem Getümmel.

Am Ende siegt der ETV verdient gegen die lange unterlegenen Schenefelder mit 8:6 und bleibt Herrscher des Nordens.


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