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Die Chancen im letzten Drittel nicht genutzt – die Piranhhas scheitern zu oft am Berliner Schlussmann, Maciej Jastrzebski und verlieren mit 7:5!

Das Spiel

1. Drittel Ein Wechselbad der Gefühle
Luis Moes trifft zur 2:1 Führung für die ETV Piranhhas! (Christoph Pabel)

Die Chancen waren da, doch der Ball wollte nicht rein. Besonders bitter, wenn man seit der 4. Minute einem Rückstand hinterherlaufen muss. Der Rückkehrer Marcel Westermann musste nach einer Zwei-Minuten-Strafe auf die Strafbank, doch an ihm lag es nicht, dass die Piranhhas am Ende ohne Punkte blieben. Ebenso wenig an Matthis Wellendorf, der bei seinem Debüt nur einen auffälligen Fehler machte, der zum 1:0 führte.

Nach dem Gegentor blieb das Spiel ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für die Hamburger. In der 8. Minute musste Niclas Lösel nach einem Zweikampf mit Olli-Oskari Suonmaa für zwei Minuten auf die Strafbank. Luca Vogel nutzte die Überzahl rund eine Minute später zum 1:1. Doch keine Minute später brachte Luis Moes die Piranhhas erstmals in Führung. Er umkurvte den allein gelassenen Maciej Jastrzebski und erzielte damit sein erstes Tor für die Piranhhas. Bereits 2018/19 hatte er für Lilienthal in der Bundesliga getroffen.

In der Folge kippte das Spiel etwas mehr zugunsten der Piranhhas, die ihre Chancen jedoch nicht nutzen konnten. Stattdessen traf Anton Weyrauch in der 14. Minute zum zweiten Mal und glich aus. Kurz vor der Pause gingen die Rockets durch Vincent Jordan, den Topscorer der vergangenen Saison, mit 3:2 in Führung.

2. Drittel Der Abstand bleibt bestehen
Der Kapitän Flemming Kühl beim Bogenlauf! (Christoph Pabel)

Das zweite Drittel startete zerfahren. Beide Teams versuchten, offensiv Akzente zu setzen, doch zwingende Chancen blieben zunächst aus. Erst als Berlins Kapitän Tim Sigmund den Ball mit der Hand abfing und dafür folgerichtig auf die Strafbank musste, bot sich den Piranhhas erneut die Chance auf den Ausgleich.
Doch dieses mal konnten sie die Möglichkeit nicht nutzen, da die Rockets eine starke Unterzahl spielten und einfach nicht zu überwinden waren. Diesen Schwung nahmen sie auch direkt mit und drückten die Roten tief in ihre eigene Hälfte rein. Doch plötzlich hatten die Piranhhas zwei Großchancen und wenn du solche liegen lässt, dann trifft der Gegner gerne Mal. Und genauso kam es! Es war einer der Neuen: Malte Weber, der 16-jährige U19 Nationalspieler netzte ein zum 4:2. Von diesem Tor ließen sich die Hamburger aber nicht verwirren und machten einfach weiter, bis sie schließlich in der 19. Minute des zweiten Drittels trafen. Paul Dall war es, der da den Ball gekonnt mit der Rückhand ins Tor schoss.

Doch so schnell wie die ETVer auf den Ausgleich schielten, umso schneller war er wieder aus dem Sichtfeld gerückt. Denn schon wieder: Anton Weyrauch traf für die Rockets, die damit wieder auf zwei Tore wegzogen.

3. Drittel Hamburg drückt doch Berlin trifft
Vincent Jordan erzielt den Siegtreffer für die Berlin Rockets! (Christoph Pabel)

Und da war es schon das letzte Drittel, in das die Piranhhas mit vielen guten Chancen starteten, aber nach einigen Minuten konstanten Drucks etwas vom Gas gehen mussten. Dennoch trafen sie in der 6. Minute zum Anschluss, wieder war es der Neue aus Lilienthal, Luis Moes. Nun trennte die beiden Teams nur noch ein einziges Tor und das merkte man auch, die Hamburger drückten unermüdlich auf den Ausgleich, doch Maciej Jastrzebski hielt jeden ihrer Anläufe sensationell und hielt damit die Führung für die Heimmannschaft fest. Es dauerte bis zur 14. Minute, bis die Piranhhas endlich den Ausgleich erzielten. Ein unfassbarer Chancenwucher! Doch der Ausgleich reichte ihnen natürlich noch nicht. Der letztjährige Halbfinalist wollte nun aufs Ganze gehen. Sie drückten weiter, doch mussten zum Ende hin wieder vom Gas gehen, was aber prompt bestraft wurde. Vincent Jordan nutzte den Fehler von Luca Vogel aus, der den Ball gegen das Pressing der Berliner verlor. Nun mussten die Hamburger All-in gehen, um hier noch etwas mitzunehmen! Doch das ging schief, statt des Ausgleichs kassierten die Piranhhas ein Empty-Net-Gegentor und verloren am Ende unglücklich und auch zum Teil unverdient gegen die Berlin Rockets, die am heutigen Tage einfach ihre Chancen besser genutzt haben!

Fazit

(Christoph Pabel)
ETV Piranhhas Hamburg

Unterm Strich ist das Ergebnis für die Piranhhas enttäuschend. Wenn es ihr Saisonziel ist, unter die Top 4 zu kommen, dürfen sie sich solche Fehler gegen vermeintlich leichtere Vereine nicht erlauben und müssen deshalb am kommenden Wochenende gegen den FBC München und die Red Hocks aus Kaufering zeigen, dass sie bereit für die Top 4 sind. Was man dem ETV aber auch zugutehalten muss ist, dass sie mit Philipp Wilbrand ihren Topscorer verloren haben, was man bei der Chancenverwertung definitiv gemerkt hat. Wenn da einer in der Offensive des ETV in einen Flow kommt, sind sie eine der besten Mannschaften!

Berlin Rockets

Für die Rockets ist es ein erster Achtungserfolg in dieser Saison, nachdem sie in der letzten nur gegen den Abstieg spielten, sieht es in dieser Saison besser aus. Die neuen Spieler funktionieren, Alain Gafner war direkt ein wichtiger Spieler im Aufbau und Malte Weber traf sogar direkt. Zudem muss man noch positiv herausheben, dass Vincent Jordan und Anton Weyrauch weiterhin offensiv die wichtigsten sind und die Rockets zusammen vielleicht sogar in die Playoffs bringen könnten.